Auf ein Wort: Updates

Foto von Brandon Leon (cc-by-sa 2.0)

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Als ich noch ein glücklicher Fedora User war, hatte ich den Luxus, dass ich meine Updates still und ohne Nachfrage vom System installieren lies. Das ist ein Zustand, zu dem ich wieder hin will.

Diese „Silent Updates“, wie man sie vom Browser kennt, sind übrigens einer der Hauptgründe, warum für mich Arch Linux nicht in Betracht kommt. Ja, liebe Arch User, ich weiß, dass das vielleicht 1mal im halben Jahr vorkommt. Aber es kommt eben vor. Und bei Silent Updates ist das tödlich.

Manche Menschen nennen es Luxus, oder besser: Komfort, dass sie genau wissen, was wie auf ihrem System passiert. Ich halte das nicht für Komfort, sondern für zwingend erforderlich. Komfort ist es, wenn ich das nicht wissen muss.

Es ist zwingend erforderlich, weil es den perfekten Distributor, der jedes Update testet und jeden Fehler patcht, einfach nicht gibt. Und in dem Moment, in dem etwas schief läuft, muss ich in der Lage sein das zu reparieren. Und wie gut ein Distributor ist, erkennt man daran, wieviel Mühe er sich gibt möglichst fehlerfreie Updates auszuliefern.
Wenn ich also einen guten Distributor habe, dann kann ich es mir leisten, nicht mehr jedes Update zu kontrollieren oder dem Update-Prozess Händchen zu halten. Denn in der Praxis aktualisiert man eher selten auf eine neue Version einer tollen Software, sondern pflegt Bug- und Securityfixes ein. Oder wie ich es einmal anderswo drastischer formulierte:

Wen interessiert, dass libcurl, libfoo und libArsch aktualisiert wurden?

Und wenn mir jemand langweilige Routineaufgaben abnimmt, dann nenne ich das Komfort. Und dieser Komfort ermöglicht es mir mehr mit dem System zu arbeiten als an dem System.

Aber so etwas kostet natürlich Zeit, denn die Pakete müssen ja von irgendwem getestet werden und zwar bevor sie als stabiles Update ausgerollt werden. Und daher möchte ich diesen Text mit einem Danke schön an all die Menschen, die mehr Wert auf Aktualität als auf Stabilität legen, beenden:

Ein dickes, fettes Danke schön an alle Tester da draußen, egal welche Distribution ihr so nutzt. Eure Arbeit kann nicht hoch genug eingeschätzt werden.

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