Schluss mit Distro-Hopping

So ein Distributionswechsel ist ja schon ein ganz schönes Geraffel. Das ist immer mehr Arbeit als man so denkt. Dem durchschnittlichen Windows User ist so etwas natürlich fremd. Aus seiner Sicht wechselt man doch nur von einem Linux zu einem anderen. Warum also überhaupt wechseln?

Ich versuche es dann mit einem Vergleich zu verdeutlichen. Der Wechsel der Distribution ist so ähnlich wie ein Wohnungswechsel: Die Linux-Distribution als digitales Zuhause quasi. Zum Beispiel bleiben nur die Wenigsten in ihrer ersten Wohnung. Sie ziehen in eine größere Wohnung, eine schönere, eine mit besserer Lage,… Es gibt 1000 Gründe, warum man umzieht.

So ähnlich ist das mit den Distributionen. Und genauso wenig wie die meisten Menschen in ihrer ersten Wohnung bleiben, bleiben die meisten Linux-User bei ihrer ersten Distribution. Man weiß halt nicht, was man genau von einer Distribution erwartet.

Als ich mit Ubuntu damals Linux zu meinem Hauptbetriebssystem machte, wusste ich auch nicht, was ich im Detail von einer Linux erwartete. Und als mir das klar wurde, wechselte ich zu Fedora. Da blieb ich dann eine lange Zeit. Und es war eine schöne Zeit, aber Menschen ändern sich.

So zog ich weiter.

And the feeling coming from my bones
Says find a home
— The White Stripes, Seven Nation Army

Nach einem vergleichsweise kurzen Schlenker zu Sabayon bin ich jetzt erst mal bei openSUSE gelandet. Das entspricht ungefähr einem Umzug vom Oldenburger Hafenviertel nach Kreyenbrück. Also von einem Stadtviertel mit vorwiegend „alternativen“ Lebensstil hin zu dem etwas ruhigeren Stadtviertel. Wobei die Punks auch umziehen müssen, weil das Hafenviertel jetzt gentrifiziert wird. Aber das ist eine andere Geschichte und soll ein anderes mal erzählt werden…

Jetzt nutze ich jedenfalls openSUSE. Es ist nicht perfekt, aber schon sehr schön. Und nach ein paar Umbauarbeiten kann hier mal richtig schön werden. Ja, mein frisch installiertes openSUSE hat Potential.

 Und ich hoffe, dass mein Distro-Hopping jetzt erstmal vorbei ist und ich mein (digitales) Zuhause gefunden habe.

 

Das Beitragsbild ist von glasseyes view (cc-by-sa 2.0)

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