Goodbye Fedora & hallo Sabayon!


Am diesem Wochenende war es dann so weit. Ich habe mein Hauptsystem von Fedora auf Sabayon umgestellt. Eingestiegen bin ich bei Fedora 9. Ununterbrochen als Hauptsystem werkelte Fedora seit Version 11 bei mir. Das fast 5,5 Jahre. Ein lange Zeit. Dazu kommen noch ein paar Jahre Ubuntu und Distro-Hopping dazu, so dass ich locker auf 7-8 Linux Nutzer bin. Wohlgemerkt Linux als Hauptsystem, nicht neben Windows installiert und dann nur 1 mal im Monat gebootet;

In so einem Zeitraum bilden sich natürlich Vorlieben. Und Sabayon war 1 von 2 Distributionen, die meinen Vorstellungen am nächsten kamen. Die andere war openSUSE. Dass es schließlich Sabayon wurde, lag nicht an Yast, sondern am Closed Source Treiber meiner ATI Grafikkarte. Unter Sabayon habe ich den zu laufen gekriegt, unter openSUSE nicht.

Allerdings war das keine Liebe auf den ersten Blick. Denn die LiveDVD hatte so ihre Macken. Fangen wir vorne an:

Benutzer, mit einer ATI Karte, die den Closed Source Treiber nutzen wollen, müssen in der Boot-Auswahl das „nomodeset“ manuell in die Kernelzeile schreiben. Das grafische Menü funktioniert nicht.

Danach bootet das System ordnungsgemäß, aber nur bis zum multi-user.target. Irgendein Vollhonk hat das zum default Target gemacht. Um zum Desktop zu kommen, hilft ein

~# systemctl isolate graphical.target

Und, tatá, der Displaymanager (in meinem Fall kdm) lacht uns an. User mit 2 Monitoren müssen jetzt noch ihr Setup einstellen, denn die LiveDVD klont einfach den Primärmonitor. Danach kann man mit der Installation eigentlich anfangen.

Das Ganze läuft über Anaconda, dem Installationsprogramm von Fedora, und ist selbsterklärend. Danach kann ins frisch installierte System gebootet werden. Herzlichen Glückwunsch, es ist ein Sabayon. ;)

Halt, moment! User, die schon nomodeset bei der LiveDVD gebraucht haben, brauchen das jetzt natürlich auch. Das muss einmalig bei Grub in die Kernelzeile geschrieben werden. Im gebootet System reicht ein

~# sed -i s/GRUB_CMDLINE_LINUX_DEFAULT=""/GRUB_CMDLINE_LINUX_DEFAULT="nomodeset"/ /etc/default/grub

als root (natürlich). Damit wird der Parameter für jeden neuen Kernel bereit gestellt.

Danach empfiehlt es sich die „Fresh Install – What to do?“ Kurzanleitung durchzugehen. Damit ist man dann endgültig einsatzbereit.

Im Vergleich zur Installation von Gentoo oder Arch ist das doch ein Kinderspiel.

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