Review: Reversion – The Escape

Wieder mal ein Review. Wiedreversion-headerer einmal ein Point&Click Adventure, unterteilt in einzelnd spielbare Kapitel. Wieder einmal in comicartiger Grafik. Es ist nicht zu übersehen, dass es einen gewissen Trend bei Indie-Spieleentwicklern gibt. Leider produzieren solche Trends dann nicht nur Hits, auf die man sich freuen kann.

Und so ein Fall haben wir bei „The Escape“, dem ersten Kapitel von „Reversion“. Das Spiel ist weder Fisch noch Fleisch. Es ist nicht besonders schwer, die Handlung ist nicht gerade spannend oder innovativ. Das Spiel insgesamt ist weder witzig noch spannend noch sonst irgendwas. Aber: Es ist auch nicht schlecht oder langweilig. Es ist einfach nur.

Deutlich wird das zum Beispiel an der Handlung. Unser Held wacht in einem baufälligen Krankenhaus in Buenos Aires im Jahr 2035 auf. Nachdem uns der Doktor erzählt, dass es einen Bürgerkrieg gab und die Paramilitärs jetzt die Kontrolle über Buenos Aires haben. Anschließend erhält man als Spieler noch den McGuffin des Spiels: Ein Bild eines Wissenschaftlers, den unser Held, dank Amnesie, nicht kennt. Diesen Mann gilt es zu suchen.

Zeit also das Krankenhaus zu verlassen; Hat man sich an den Paramilitärs vorbei nach draußen geschlichen, ist die Folge dann auch vorbei. Man bekommt noch ein paar schön gezeichneter Bilder eines verlassenen Buenos Aires präsentiert. The Walking Dead und I Am Legend lassen an dieser Stelle grüßen.

Dieses Spiel hat also storytechnisch Potential. Aber die Folge ist zu kurz, um dafür Belege finden zu können. Auf der anderen Seite ist sie nicht lang genug, um Langeweile aufkommen zu lassen. Weder Fisch noch Fleisch.

Da stellt sich die Frage, ob es sich lohnt, dieses Spiel zu installieren. Und da die erste Folge kostenlos ist, neige ich zu einem Ja. Eine weitere Folge, die bei den üblichen ~5 Euro liegt, werde ich mir aber nicht holen, da ich eigentlich kein großer Fan von Point&Click bin.

Alle anderen können sich zumindest Folge 1 von Reversion vormerken für die langen Winterabende, an denen es doch nichts zu tun gibt. Das Ganze gibt es anscheinend aber nur über Steam und nur für Linux und Windows.

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