Projektvorstellung: KDE Connect

Die Zeiten, in denen der PC der einzige Computer Zuhause war, sind vorbei. Nahezu jeder dürfte neben dem PC auf noch ein Smartphone sein eigen nennen. Da stellt sich dann doch die Frage, wie die beiden Geräte sinnvoll verbinden kann. Für die KDE SC gibt es dafür eine, wie ich finde, besonders schöne Lösung: KDE Connect.

Die Funktionen

KDE Connect bringt eine Reihe von Funktionen mit. So wird man am PC benachrichtigt, wenn man anrufen wird oder eine SMS erhält. Für die Benachrichtigungen anderer Art benötigt man Android 4.3 oder neuer. Besonders nett in dem Zusammenhang ist, dass KDE Connect die Musikwiedergabe bei einem Anruf anhält. Bei mir funktioniert das mit Amarok, Clementine und VLC. Andere Player habe ich nicht installiert und daher nicht getestet.

Ebenfalls mit dabei ist eine rudimentäre Fernbedienung für diverse Musikprogramme. Die kann alles wichtige: Play/Pause, nächster/vorheriger Track und Lautstärkeregelung.

Eine von von mir anfangs unterschätzte Funktion ist die Clipboard-Sync-Funktion. Hier wird der Inhalt der zwichenablage zwichen allen Geräte synchornisiert, so dass man kurze Texte, Links, etc. schnell von einem zu anderen Gerät übertragen kann. Wenn man sich daran gewöhnt hat, ist das richtig praktisch.

Ebenfalls dabei ist ein Dateisystem-Zugriff für das Handy via SFTP. Theoretisch eine gute Sache, praktisch funktioniert das bei mir aber auf Grund eines Bugs nicht. So bekomme ich zwar den entsprechenden Eintrag in der Seitenleiste, aber auch eine Fehlermeldung wenn ich darauf klicke. Es gibt zwar einen Patch dafür, aber bis jetzt konnte ich mich nicht überreden, KDE Connect aus den Quellen zu kompilieren. Mal sehen, ob das das Wochenende so bleibt…

Installation

Das passende Paket für deinen Plasma Desktop hat jede gut sortierte Paketverwaltung und die entsprechende Android App gibt es bei Google Play. Nach der installation muss man auf dem Handy nur noch die passende Verbindung anfragen lassen und auf dem PC bestätigen. Fertig. Das sollte jeder hinbekommen, der es geschafft hat ein Linux zu installieren.

Hat man das Desktop-Paket installiert, kann man in den Systemeinstellungen wie gewohnt die verschiedenen Module (de-)aktivieren. Dazu gibt es noch ein Plasmoid. Das war’s dann auch schon. Alles andere läuft über die entsprechenden Desktop-Komponenten wie das Benachrichtigungssystem oder Dolphin.

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