Review: „The Journey Down: Chapter One“

logo_journeydownThe Journey Down ist ein Point-and-Click-Adventure alter Schule. Und die sind seit TellTale Games Durchbruch mit „The Walking Dead“ bei Indie-Herstellern wieder schwer beliebt.

Und genau wie die letzten TellTale Games Titel ist auch „The Journey Down“ in Kapitel unterteilt, die erst nach und nach veröffentlicht werden.

Doch wo „The Walking Dead“ auf eine durchdachte Handlung, glaubwürdige Charaktere und moralische Entscheidungen setzt, kommt „The Journey Down“ mit einer gewissen Leichtigkeit, wirren aber in sich logischen Rätseln und einer gehörigen Portion schrägen, fast schon anarchischen Humor. All das konnte SkyGoblin in eine stimmige Mischung bringen, die gute Laune garantiert.

Ein wenig Handlung

Bwana + Kito

Bwana & Kito – Die „Helden“ der Geschichte

Worum geht es? Man spielt Bwana. Einen jungen Afrikaner, der zusammen mit seinem Bruder Kito ein Lufttaxi-Unternehmen betreibt. Leider ist er dabei nicht sehr erfolgreich. Und so darf man als Spieler gleich als erstes den Strom wiederherstellen. Das Ewerk hat nämlich auf Grund nicht bezahlter Rechnungen Bwana den Strom abgeschaltet.

Nachdem man zwischenzeitlich der Großstadt im Hintergrund den Saft abgedreht hat (Bwana kommentiert das lakonisch mit einem „Oooops“.), läuft der Strom wieder.

Nun besucht uns eine Frau, die zuerst ein Buch und dann ein Lufttaxi sucht. Was für ein schöner Zufall, dass wir beides haben. Aber natürlich ist unser Flugzeug weit davon entfernt flugfähig zu sein. Also macht man sich auf die Suche nach passenden Ersatzteilen.

Hier kann und sollte man nicht nur das eigene Charta-Gelände genauestens untersuchen, sondern auch die nähere Umgebung. Man erhält auf die Art nicht nur nützliche Tipps, sondern auch Hintergrund Informationen aller Art. Und manchmal lohnt es sich Dinge zweimal zu machen, obwohl einmal völlig ausreichend wäre.

So weigert sich unser Held Bwana zum Beispiel einen zweiten Fisch zu angeln und behauptet, dass 1 kalter, glitschiger Fisch in der Hosentasche doch genug sei. Dem mag man nicht widersprechen.

Technisches

Optisch kommt das Spiel in einer comichaften Grafik daher und musikalisch wird das Ganze abgerundet durch eine Jazz-lastige Saxophon-Begleitung. Und so erwarten einen rund 3 bis 4 Stunden Spielspaß pur. Das ist ungefähr doppelt so lange wie eine Folge „The Walking Dead“ oder „The Wolf Amoung Us“. Und lustiger ist es auch noch.

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Erhältlich ist es über die üblichen Download-Kanäle: SkyGoblins eigener Webshop, Humble Store, Desura und last but not least Steam. „The Journey Down“ läuft auf Linux, Mac, iOS und Windows.Die Hardware-Anforderungen sollte jeder halbwegs aktuelle PC schaffen:

  • 1.8 GHz CPU
  • OpenGL 1.4+ compatible video card
  • 1GB RAM
  • OpenAL wird benötigt.

Der Preis schwankt ein wenig (je nach Portal) zwischen 5 und 7 Euro. Angesichts der Spieldauer und des Spaßes jedoch in keinem Fall zuviel.

So eine Art Fazit

Ich war beim spielen positiv überrascht, wie gut dieses Spiel doch ist. Wenn auch nicht alles perfekt ist, passt doch alles sehr gut zusammen. Und der Funke springt schnell über. Man möchte am Ende des Kapitels eigentlich auch sofort weiter spielen. Und das ist quasi der einzige echte Nachteil: Es gibt keine Andeutung, wann das Abenteuer weiter geht.

P.S.: Alle Bilder stammen aus dem „Press Kit“, das man auf der Homepage downloaden kann. Das ist ein netter Service. Muss ja auch mal erwähnt werden.

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