Automagisch

Jetzt ist es schon knapp ein Monat her, dass ich ein Downgrade auf das momentan aktuelle Fedora 20 gemacht habe. Davor habe ich über 1 Jahr den Entwicklungszweig, genannt Rawhide, als Produktivsystem benutzt. Ja, das geht.

Das geht, weil ich alles von Hand gemacht habe. Ich habe manuell Updates eingespielt, manuell Backups gemacht, manuell… Ich denke, das Schema wird klar. Kurz: Ich hatte die volle Kontrolle über mein System. Und ich habe sie genutzt.

„I think I did okay!“
– Tony Stark

„Okay? Okay? I think we can do better than that!“
– Dr. Frank-N-Furter

Nach meinem Downgrade auf die aktuellste stabile Version fing ich an, nach und nach die Kontrolle abzugeben. Der Grund dafür war und ist einfach: Ich habe keine Lust mehr. Und Fedora 20 ist ein offizielles Release. Die Updates müssen ohne Gefrickel einspielbar sein. Warum dann das nicht automatisieren?

Also hurtig PackageKit so konfiguriert, dass das Ding nicht nur nach Updates sucht, sondern sie auch ohne nachzufragen installiert. Und die Benachrichtigungen dazu wurden auch kurzer Hand abgestellt. Wenn mein System mich schon nicht fragt, dann brauch es mir so was auch gar nicht erst erzählen. No news are good news. Alte Unix Philosophie.

Ebenso ging ich bei den Backups und ein paar anderen Kleinigkeiten vor: Automatisieren und nur melden, wenn es Probleme gibt. Dazu kam dann das Autologin und die wirklich wunderbare „Sitzung wieder herstellen“ Funktion des Plasma Desktops.

„And I think to myself
What a wonderful world“
– Luis Armstrong

Das Ergebnis ist richtig angenehm. Ich brauche mich um nichts mehr kümmern. Und wenn ich morgens meinen PC einschalte, finde ich ihn so vor, wie ich ihn abends verlassen habe.

Und das Schöne daran ist, dass ich die Kontrolle über mein System nicht verloren habe. Ich delegiere bloß. Ein einfaches ’su -‚ im Terminal und ich sitze wieder im virtuellem Chefsessel.

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