Murdered: Soul Suspect

Was Computerspiele angeht, bin ich sehr wählerisch. Ich ziehe eine gute Handlung der Handlungsfreiheit vor. Was nützt es, wenn man überall hingehen kann, aber nicht weiß warum?

So manches Mal hat mir ein gutes Spiel auf diese Art den Fernsehabend gerettet. Warum die 23. Wiederholung von Inception gucken, wenn ich Ellen Page in Beyond: Two Souls spielen kann?

Bei diesen Anforderungen kann man natürlich die allermeisten Neuerscheinungen getrost ignorieren. Wenn man dann auch die Plattformen, auf die diese Games erscheinen sollen, berücksichtigt, bleibt meist nur noch eine handvoll Titel übrig.

Mit solchen Erwartungen habe ich am Wochenende im Netz mal geguckt, was bisher für dieses Jahr an Games geplant ist. Der vielversprechendste Kandidat dabei ist „Murdered: Soul Suspect“.

Der Trailer verspricht uns einen Mystery-Noir-Thriller, in dem man einen Detective spielt, der in seiner eigenen Ermordung ermittelt. Und seit „Ghost – Nachricht von Sam“ wissen wir, dass Geister nur sehr indirekt mit der Welt der Lebenden interagieren können. So soll auch unser Detective nicht direkt mit Zeugen und (Ex-)Kollegen sprechen können, sondern muss deren Gedanken lesen und sie beeinflussen, um zur Lösung des Falls beizutragen. Das behauptet zumindest IGN.

Das klingt nach einem spannenden Titel. Allerdings bin ich, was Noir-Thriller angeht, ein gebranntes Kind. Rockstar Games hat hier mit L.A. Noire einiges an Schaden angerichtet. Einer der Gründe war sicherlich die schiere Masse an Fällen, die man lösen musste. Diese kriminalistische Fließbandarbeit tötete jeden Ansatz von Stimmung, den dieses Spiel hatte.

Das kann uns in „Murdered: Soul Suspect“ jedenfalls nicht passieren, denn es gibt nur diesen einen Fall. Das macht Hoffnung auf ein stimmiges Spiel und die Hoffnung stirbt bekanntlich zuletzt…

Erscheinen soll das Ganze im 2. Quartal für die Playstation 3, Xbox 360 und Windows Möhren.

Advertisements